Johannes Lenhart: Erweiterte Hoffnung, Installation, verschiedene Materialien, 900 x 1180 cm, 2012 - 2016

 




Johannes Lenhart: Erweiterte Hoffnung, Museum Kunstpalast, Eröffnung am 20. Feb. 2016

 




Johannes Lenhart: Erweiterte Hoffnung, Gummistecktafeln auf Staffeleien, Bug des Bootes

 

Hoffnung ...

ist der Name eines ausgemusterten Vierer-Ruderbootes, jetzt als Kunstwerk umgedreht und schräg mit Drahtseilen von oben aufgehängt.

Die Ruder (Skulls) strecken sich diagonal in den Raum. Boot und Ruder sind mit Leuchtelementen versehen. Der im Bug eingebaute Monitor zeigt Schwarz-Weiß-Bilder von Ruderern und Booten.

Materielle und sprachliche Fundstücke (Readymades) sind Elemente der Großplastik: Boot, Bootsname und Vereinsname (Schüler-Ruder-Verein).
KU, MU, LI und TA - vergoldete Buchstabenkürzel der musischen Fächer Kunst, Musik, Literatur und Tanz - sind als weitere Fundstücke hinterleuchtet über den Bootssitzen angebracht. Vier große Hinweistafeln mit Berufsgruppen aus dem Alten Düsseldorfer Arbeitsamt werden von Lampen auf den Ruderblättern angestrahlt.

Dieses Kunstwerk illustriert als Ganzes den Erweiterten Kunstbegriff. Aus diesem leitet sich die Forderung an jeden Einzelnen ab, aus seiner Situation heraus zum Gelingen der Utopie der Sozialen Plastik - dem guten Zusammenleben aller Menschen - beizutragen.

Hier kommt der Erziehungsbegriff und die Schulmetapher (Tafelbild, Lebenslanges Lernen) ins Spiel. Durch die Anstrengung des Lernens (Schüler-Ruder-Verein) kann die generelle menschliche Fähigkeit der Kreativität gestärkt werden - besonders durch die musischen Fächer KU-MU-LI-TA (Kunst, Musik, Literatur, Tanz).

In dem aus diesem Lernen hervorgehend gewählten Beruf (siehe Hinweistafeln) setzt sich die Arbeit mit dem Erweiterten Kunstbegriff in der Kreativität des Einzelnen fort.

Anspielend an Caspar David Friedrichs Gemälde eines vom Eismeer zerstörten Schiffes, das Die gescheiterte Hoffnung betitelt wurde, erhielt die Plastik den Titel Erweiterte Hoffnung.

Fotos: Helmut Regnery, Egbert Trogemann

 

 

DIE GROSSE 2016
vom 21. Feb. bis 13. Mär. 2016
Museum Kunstpalast,
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf

 



www.diegrosse.de

 

 

Ausstellung am 7. und 8. November 2015 im
Forum Art & Sound
Benrodestr. 39, 40597 Düsseldorf-Benrath, ab 15 Uhr

 

www.forum-art-sound.de

 

 

Mission O14
Eröffnung: Freitag 18. Juli 2014, 18:00 Uhr

 

18. Juli - 28. September 2014
OSTRALE
Zentrum für Zeitgenössische Kunst
Messering 8 - 01067 Dresden

www.ostrale.de

 

 
 

Johannes Lenhart: "MUSÈE DE L´AIR"

"MUSÉE DE L´AIR" alludes to an imaginary museum which is unlimited and has no location but can be entered by everybody. This title is also a found thing. A so-called museum actually exists in the old Paris airport "Le Bourget", where Charles Lindbergh touched down 1927 after crossing the Atlantic Ocean.

Lenhart transferred his studio contents to an archive - an idea which he had been envisioning for a long time. He practically exhibits his working method. So his theme is the creative process itself and accordingly the Extended Concept Of Art.

 

Hoffnung...

ist der Name des ausgemusterten Vierer-Ruderbootes, im Durchgang des raums für vollendete tatsachen in der Oberbilker Allee 317 in Düsseldorf aufgehängt.

Die Ruder (Skulls) strecken sich zu Wänden, Boden und Decke. Boot und Ruder sind mit Leuchtelementen versehen. Im Bug wurde ein Monitor eingebaut, der s/w-Bilder von Ruderern und Booten zeigt.

Boot, Bootsname, Vereinsname, Logos, Fächerkürzel, Hinweistafeln aus dem alten Düsseldorfer Arbeitsamt - diese Fundstücke (Readymades) sind Elemente der neuen Großplastik von Johannes Lenhart. In Kombination illustrieren sie den erweiterten Kunstbegriff. Aus diesem leitet sich die Forderung an jeden Einzelnen ab, aus seiner Situation heraus zum Gelingen der Utopie der sozialen Plastik - dem guten Zusammenleben aller Menschen - beizutragen.

Hier kommt der Erziehungsbegriff und die Schulmetapher (Tafelbild, "lebenslanges Lernen") ins Spiel. Durch die Anstrengung des Lernens (Schüler-Ruder-Verein) kann die generelle menschliche Fähigkeit der Kreativität gestärkt werden - besonders durch die musischen Fächer KU-MU-LI-TA (Kunst, Musik, Literatur, Tanz).

In dem aus diesem Lernen hervorgehend gewählten Beruf (Hinweistafeln aus dem alten Düsseldorfer Arbeitsamt) setzt sich die Arbeit mit dem erweiterten Kunstbegriff in der Kreativität des Einzelnen fort.

So, und jetzt bist Du dran! (Rheinische Redewendung)

 
 
 
 

AUSSTELLUNG

Zur Eröffnung laden wir Sie und Ihre Freunde
am Samstag, dem 23. Februar 2013, um 18 Uhr
in den Robert– Schumann–Saal, Ehrenhof 4 – 6,
herzlich ein.

Museum Kunstpalast
www.diegrosse.de

24 / 02
17 / 03

Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. Museum Kunstpalast www.diegrosse.de

23 / 02

BegrüSSung
GruSSworte
Preisverleihung Michael Kortländer

Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V.
Ute Schäfer Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport
Hans-Georg Lohe Kulturdezernent der Landeshauptstadt Düsseldorf
Beat Wismer Generaldirektor der Stiftung Museum Kunstpalast
Oliver Keymis Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen

Kunstausstellung NRW Düsseldorf 2013 Museum Kunstpalast
www.diegrosse.de

23 / 02

 

 

AUSSTELLUNG

24.6. – 22.9. 2012
MUSÉE DE L'AIR - Zettelwirtschaft - Zeichenraum
"ohne titel", Behrenstraße 10, 40233 Düsseldorf

 

KOPFKINO

Durch das Vernetzen von Bildern (Eindrücken) entsteht ein imaginäres Museum.

Aus diesem entwickelt der Bildhauer Johannes Lenhart nach der Formel
"Zeichnen = Denken" mit oft kleinsten Notizen neue Bilder.

Neben der Zeichnung ist die Sammlung von Fundstücken ein zweites Reservoir (von ihm "Dinggedächtnis" genannt), das er ständig anzapft.

Daraus entstehen Collagen, Assemblagen, Schaukästen, Objekte.

Manchmal verdichten sich die Dinge zu umfänglichen Plastiken - wie zuletzt in der "GROSSEN Kunstausstellung NRW" gezeigt.

Doch am besten sehen Sie selbst!

Ansgar van Treeck, Initiator Raum: "ohne titel"

P.S.: Das "MUSÉE DE L´AIR" gibt es tatsächlich im alten Pariser Flughafen "Le Bourget". Dort landete Charles Lindbergh 1927 nach seiner Atlantiküberquerung.

 

 

AUSSTELLUNG

26.2. – 18.3. 2012
DIE GROSSE
KUNSTAUSSTELLUNG · NRW DÜSSELDORF 2012
Museum Kunstpalast
Kulturzentrum Ehrenhof Ehrenhof 4– 5, 40479 Düsseldorf
www.diegrosse.de

 
 
 

 

AUSSTELLUNG

7. 3. – 12. 4. 2009
ellert & freunde
Cubus Kunsthalle
Friedrich-Wilhelm Straße64
47051 Duisburg
www.cubus-kunsthalle.de

 

 

Seit ein paar Tagen bin ich aus Japan zurück. Es war eine spannende Zeit und meine Ausstellung fand viel Interesse.
Anschließend sehen Sie Bilder der Skulptur „CONCHA“ in der North Gallery und Ansichten der South Gallery im Kyoto Art Center sowie einen Artikel der „Japan Times“.

Das Bedürfnis, über Kunst zu sprechen, ist in Japan sehr groß. Das habe ich besonders am 24. Februar bemerkt, als ich einen Vortrag hielt mit anschließender Diskussion zum Thema: „Deutschland <> Nihon – The enlarged definition of ART“, in dem ich mich auf den erweiterten Kunstbegriff bezog.
Ein Bild zeigt, was ich während des Vortrags auf Indigopapier gezeichnet habe.

Durch die Diskussion angeregt entstand eine Wandarbeit („Go – KYOTOart - center!“), inspiriert durch den Stadtplan von Kyoto, der nach dem Go-Spielbrett rechtwinklig angelegt wurde.

Johannes Lenhart, 15. April 2008

 

CONCHA
Wellpappe, japanisches Indigopapier
200 x 360 x 450 cm
2008

 

CONCHA
Wellpappe, japanisches Indigopapier
200 x 360 x 450 cm
2008

 

Mood Indigo
Ölpastell und Tusche auf Japanpapier
93 x 182 cm
2008

 

Go – KYOTOart – center!
Mixedmedia
270 x 620 cm
2008

 

Ansicht South Gallery Kyoto Art Center
März 2008

 

Der Vice Major von Kyoto, zwei Kuratorinnen des Art Center, der Künstler

 

The Japan Times, 13. März 2008

 

Kyoto News, März 2008

 


 

 

 

 

AUSSTELLUNG

 

Optional: w... w... w... (Die Freiheit führt das Volk)

10. 8. – 16. 9. 2007
KÜNSTLERLOGE
Wilhelmring/Calor-Emag-Straße
40878 Ratingen
neben dem relexa-Hotel

 
Außenansicht der Künstlerloge
 
Außenansicht der Künstlerloge
 
Innenansicht der Künstlerloge
 
Innenansicht der Künstlerloge
 
Publikumsbeschriftung
 
Publikumsbeschriftung
 

 

AUSSTELLUNG

Visialog

22. April 2007 in den Räumen des
GEA-Center
Dorstener Straße 484
44809 Bochum

 

 

AUSSTELLUNG

Snow on the Peaks

6. Mai - 30. Juni 2004 in den Räumen der
Stadtwerke Düsseldorf / Netzbereich
Höherweg 200
Gebäude V6
40233 Düsseldorf

 

 

SCHNEE AUF DEN GIPFELN
SNOW ON THE PEAKS

Juni 2003
Aomori, Japan
Aomori Contemporary Art Centre

 
Am 6. Mai 2004 erscheint ein Künstlerbuch mit dem Titel "Snow on the Peaks"
im Salon Verlag, Köln (ISBN 3-89770-212-6).
 
Stahl, japanisches Shoji-Papier, 5x5x10m
Stahl, japanisches Shoji-Papier, 5x5x10m
Stahl, japanisches Shoji-Papier, 5x5x10m
Goji Hamada, Direktor - Tadao Ando, Architekt - Johannes Lenhart
 
Schnee auf den Gipfeln
 

Gelandet! Ich sehe zwölf Schneepflüge neben der Rollbahn. Es muss viel Schnee geben in Aomori.

Für die Ausstellung dachte ich zuerst an eine Verspannung von Wand zu Wand. Doch Tadao Andos Raum hat eine starke Form. Ich entschied, ein freistehendes Gebilde aus Stahlrohren zu bauen. Der Raum ist ziemlich dunkel. Ich fand weißes Shoji-Papier für Schiebetüren, um das Rohrskelett zu bekleben.

"Nebuta" nennen die Japaner meine Arbeit. Sie erzählen von einem Fest im August in Aomori, einst gefeiert vor der Ernte. Riesige Papierlaternen werden auf Rädern durch die Stadt gezogen. Eine Woche lang singen und tanzen alle. In der letzten Nacht treiben die Laternen auf dem Meer und verbrennen am Horizont.

Sei wachsam! ist die ursprüngliche Bedeutung von "Nebuta". Im Mittelalter war dies die Parole der Bauern, eine Ermahnung, sich nicht zu verletzen bei der schweren Feldarbeit.

Ich denke an Leonardo da Vinci's Worte "Über die Vorsicht: Wer nicht vorsieht, jammert schon.".

Schneebedeckt noch im April, ragt der Hakkoda, Berg der acht Gipfel, hinter dem Art Centre auf. Mehr und mehr erinnert er mich an meine Skulptur.

Ich nenne sie chojo-no yuki - Schnee auf den Gipfeln - Snow on the Peaks.

Juni 2003, Johannes Lenhart

 

 

GEBRAUCHSANLEITUNG

vom 03.12.2002 bis 02.01.2003
im Künstlerverein Malkasten
Jakobistraße 6a in Düsseldorf

 
 
 

 
THE MAKING OF


Anlasser

von
Johannes Lenhart
 

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Zuordnung

Die Außenskulptur Anlasser, die Johannes Lenhart am Stadtrand von Ratingen aufgestellt hat, akzentuiert eine Straßenkreuzung und ist durch ihre Größe und Klarheit für den Autofahrer wie für den Fußgänger gut zu erfassen. Die gekreuzte Grundform der Plastik greift die Überschneidung der beiden Straßen auf. Hauptbestandteile des Anlassers sind drei miteinander verbundene Rundhölzer, von denen sich zwei rechtwinklig überschneiden und gegen ein drittes abstützen. Dieses bildet die Hauptachse, die im hinteren Bereich durch einen stählernen Vierkant betont wird. Der Schnittpunkt der beiden sich kreuzenden Elemente wird von einem fassähnlichen Holzkörper zusammengehalten. Dieses Verbindungselement befindet sich oberhalb der Kopfhöhe eines erwachsenen Menschen. Mit 8,50 Meter Länge hat das Objekt eine monumentale Größe. Vergleichbare Drehkreuze gibt es in vielen Bereichen, man denke nur an Geräte, deren Ingangsetzung durch Drehung erreicht wird. Die Beweglichkeit ist hier jedoch rein fiktional. Dieser Umstand steht im Gegensatz zum Titel der Skulptur, der vorgibt, dass mit dem Anlasser tatsächlich etwas in Bewegung gesetzt werden kann.

lnhaltlich bleibt die Skulptur bewusst indifferent und öffnet Assoziationsraum. Windmühlen, Wasserhähne, Propeller oder Drehkreuze, die man in Flughäfen, Schwimmbädern oder Supermärkten antrifft, sind von der Universalform des Kreuzes abgeleitet. Dies gilt auch für archaische Mechanik, die eingesetzt wird, um beispielsweise Schiffe aus dem Wasser zu ziehen, Bootsanker zu lichten, Kräne zu bedienen oder Katapulte zu spannen. Neben dieser mechanischen Bedeutung hat das Kreuz in biologischen, religiösen oder mathematischen Zusammenhängen Symbolwert.

Lenharts Skulptur erschöpft sich aber keineswegs in formalen Gesichtspunkten. Auch in naturwissenschaftlicher Hinsicht ist sie interessant: Überschneiden sich zwei Linien in der Ebene, markieren sie einen Punkt. Die Senkrechte, die durch diesen Punkt führt, erschließt die räumliche Dimension. So erhält das Werk einen Bezug zum Koordinatensystem, wo sich jeder Punkt im Raum einem Nullpunkt durch die Messwerte Länge, Höhe und Breite zuordnen lässt. Der "Nullpunkt" des Anlassers liegt im Inneren der Nabe, also im Kreuzungspunkt der drei Balken.

Von einer klaren Grundform abgeleitet, hat der Künstler - einem Ingenieur vergleichbar - eine Konstruktion geschaffen, die eine vielschichtige Auseinandersetzung mit verschiedenen Ebenen möglich macht.

Rupert Pfab